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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.

E1 - kurz und knapp

  • Regelmäßige Teilnahme an internationalen Elite-Wettkämpfen auf höchstem Niveau der jeweiligen Sportart — bis hin zu Höhepunkten wie Olympischen Spielen, Paralympics oder World Games
  • In Sportarten mit professionellen Ligen: Teilnahme auf internationalem Niveau
  • Koordinierte, individuell abgestimmte Begleitung durch interdisziplinäre Fördermaßnahmen und aktive Gestaltung der Dualen Karriere

beispielhafte punktuelle Schlüsselereignisse

  • Eintritt in den Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, World-Games-Kader oder Paralympic-Kader
  • Erste Teilnahme an internationalen Elite-Wettkämpfen auf höchstem Niveau der jeweiligen Sportart
  • Für Sportarten mit professionellen Ligen: Teilnahme am höchsten internationalen Wettkampfniveau

Was passiert typischerweise in E1?

In E1 haben Athlet*innen den Sprung in die internationale Spitze geschafft: Sie werden für internationale Elite-Wettkämpfe selektiert und repräsentieren ihre Sportart auf höchstem Niveau. Sie sind vollständig in die Spitzensportstrukturen integriert und profitieren von einem umfassenden Unterstützungssystem aus Sportwissenschaft, Sportmedizin und Sportpsychologie.¹

Das Training ist in dieser Phase hochindividualisiert und auf die spezifischen Anforderungen der internationalen Wettkampfebene ausgerichtet — mit Fokus auf die Optimierung individueller Leistungsstärken, eine präzise Feinsteuerung von Belastung und Erholung sowie die gezielte Nutzung von Wettkämpfen als Bestandteil der Trainingssteuerung. Eine koordinierte, individuell abgestimmte Begleitung durch alle beteiligten Akteur*innen ist entscheidend, um sich auf diesem Niveau nicht nur zu behaupten, sondern kontinuierlich weiterzuentwickeln — in Richtung regelmäßiger Podiumsplatzierungen (E2).²

Viele Athlet*innen benötigen dabei eine längere Anpassungsphase, um im hochkompetitiven internationalen Umfeld dauerhaft bestehen zu können — besonders in Sportarten ohne klar definierte Übergangsstufen.¹ Diese Zeit sollte bewusst eingeplant und aktiv gestaltet werden. Gleichzeitig rückt die Vorbereitung auf das Leben nach der sportlichen Karriere stärker in den Fokus. Athlet*innen in E1 sind gut beraten, frühzeitig berufliche Perspektiven zu entwickeln und sich durch Mentoring, Ausbildung oder berufsbegleitende Angebote eine zweite Säule aufzubauen — nicht erst am Karriereende, sondern als integraler Bestandteil der ganzheitlichen Entwicklung.³

Referenzen

(1) Weissensteiner, J. R. (2017). Method in the madness: Working towards a viable 'paradigm' for better understanding and supporting the athlete pathway. In Routledge Handbook of Talent Identification and Development in Sport (pp. 133–149). Routledge.

(2) Henriksen, K., Stambulova, N., & Roessler, K. K. (2010). Holistic approach to athletic talent development environments: A successful sailing milieu. Psychology of Sport and Exercise, 11(3), 212–222.

(3) Stambulova, N., Alfermann, D., Statler, T., & Côté, J. (2009). ISSP position stand: Career development and transitions of athletes. International Journal of Sport and Exercise Psychology, 7(4), 395–412.

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