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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.

T4 ist die entscheidende Übergangsphase: Athlet*innen schaffen den Durchbruch auf (inter-)nationaler Ebene im Nachwuchsbereich und bereiten sich auf den Sprung in die Elite-Etappe vor.¹ Sportliche Schlüsselerfolge führen dabei zu zusätzlichen Fördermaßnahmen — etwa erweitertem Coaching, intensiverer sportwissenschaftlicher Betreuung oder Stipendien.
Das Training wird in T4 stark individualisiert und auf Saisonhöhepunkte ausgerichtet. Athlet*innen nutzen zunehmend die Angebote des Olympiastützpunkts und nehmen punktuell an Trainingsmaßnahmen mit Athlet*innen der Elite-Etappe teil. Diese Erfahrungen sind wichtig, um sich frühzeitig an die Anforderungen und das Leistungsniveau der Elite heranzuführen.
Der Übergang von T4 in die Elite-Etappe ist zugleich eine der kritischsten Phasen im gesamten Entwicklungsweg.¹ Neben den steigenden sportlichen Anforderungen kommen häufig einschneidende Veränderungen im Alltag hinzu: Umzüge an neue Standorte, die Belastung außersportlicher Beziehungen durch hohe Trainings- und Wettkampfumfänge sowie die psychische Unsicherheit, ob der Beruf Spitzensportler*in eine tragfähige Perspektive bietet. Wenn der Übergang in die Elite in der aktuellen Sportart nicht gelingt, kann ein Talenttransfer in eine andere Sportart eine sinnvolle Neuorientierung sein.
(1) Weissensteiner, J. R. (2017). Method in the madness: Working towards a viable 'paradigm' for better understanding and supporting the athlete pathway. In Routledge Handbook of Talent Identification and Development in Sport (pp. 133–149). Routledge