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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.

B1 - kurz und knapp

  • Freudvolles Entdecken und Erproben von fundamentalen Bewegungsgrundformen¹ und ein erster Umgang mit Sport- und Spielgeräten in vielfältigen Bewegungsumgebungen²
  • Bewegung und Spiel gehen Hand in Hand — die Freude an Bewegung steht im Vordergrund
  • Bei einer erworbenen Behinderung kann B1 auch das Wiedererlernen von Bewegungsgrundformen umfassen

beispielhafte punktuelle Schlüsselereignisse

  • Teilnahme an spielerischen Sport- und Bewegungskursen für Babys und Kleinkinder (z. B. Eltern-Kind-Turnen, Kleinkinderturnen, Bewegungslandschaften, Babyschwimmen)
  • Teilnahme an Bewegungsangeboten in Kindergärten und Kitas

Was passiert typischerweise in B1?

Die Phase B1 tritt in der Regel im frühen Kindesalter auf. Bewegungsgrundlagen werden hier vor allem durch frei gewähltes, freudvolles und unstrukturiertes Spielen entwickelt.³ Die Freude an Bewegung steht dabei klar im Vordergrund.

Dazu gehören nach dem Konzept der fundamentalen Bewegungsfertigkeiten¹ lokomotorische Fertigkeiten (Laufen, Hüpfen, Springen, Rutschen, Galoppieren), Objektkontrolle (Schlagen, Dribbeln, Treten, Werfen, Fangen) und Stabilitätsfertigkeiten (Balancieren, Rollen und Drehen). Fundamentale Bewegungsfertigkeiten bilden die Grundlage für spätere komplexere sportliche Aktivitäten, für die Alltagsbewältigung und für einen aktiven Lebensstil im späteren Leben.

Um diesem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen zu können, brauchen Kinder zugängliche und vielfältige Bewegungsräume. Eltern haben dabei maßgeblichen Einfluss: Sie gestalten das unmittelbare Umfeld ihrer Kinder mit — durch ihre eigene Einstellung zu Bewegung, durch die Bereitstellung von Raum, Zeit und Ausrüstung sowie durch aktive Unterstützung. In Kitas und Schulen schaffen pädagogische Fachkräfte durch aktive Pausen, Bewegungsspiele und Sportunterricht weitere wichtige Grundlagen für die motorische und soziale Entwicklung.

Es ist auch möglich, dass aufgrund einer erworbenen Behinderung ein Wiedererlernen von Bewegungsgrundformen — wie beispielsweise dem Laufen — stattfindet. Auch dieser Prozess kann der Phase B1 zugeordnet werden.

Referenzen

(1) Lubans, D. R., Morgan, P. J., Cliff, D. P., Barnett, L. M., & Okely, A. D. (2010). Fundamental movement skills in children and adolescents. Sports Medicine, 40, 1019–1035.

(2) Whitehead, M. (2001). The concept of physical literacy. European Journal of Physical Education, 6, 127–138.

(3) Côté, J., Baker, J., & Abernethy, B. (2007). Practice and play in the development of sport expertise. In G. Tenenbaum & R. C. Eklund (Eds.), Handbook of Sport Psychology (3rd ed., pp. 184–202). Wiley.

(4) Stodden, D. F., Goodway, J. D., Langendorfer, S. J., Roberton, M. A., Rudisill, M. E., Garcia, C., & Garcia, L. E. (2008). A developmental perspective on the role of motor skill competence in physical activity: An emergent relationship. Quest, 60(2), 290–306.

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