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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.

 

Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige leistungssportliche Entwicklung und verdient in jeder Phase besondere Aufmerksamkeit. Diese Kategorie versteht Gesundheit umfassend, körperlich wie psychisch.

Auf der körperlichen Seite bündelt sie Inhalte rund um Verletzungsprävention, den Umgang mit Verletzungen und den Wiedereinstieg in den Sport (Return to Sport) sowie gesundheitsfördernde Aspekte des Alltags wie Ernährung, Schlaf und Regeneration. Hinzu kommt die psychische Gesundheit, also das Erkennen von Belastungen und der Erhalt des psychischen Wohlbefindens als Grundlage für eine langfristige Entwicklung.

Ziel ist es, Trainer*innen und Verbandsmitarbeiter*innen dabei zu unterstützen, gesundheitsbezogene Themen phasengerecht zu adressieren und Athlet*innen langfristig gesund im Sport zu halten.

Abgrenzung: Während die Psychologie die Psyche als Leistungsfaktor betrachtet, geht es hier um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden. Merkmale wie Resilienz wirken dabei auch als Schutzfaktor.

Psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit ist ein Teil der Gesamtgesundheit und eine Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung im Sport. Anders als die Psychologie, die die Psyche als Leistungsfaktor betrachtet, geht es hier um das Wohlbefinden und den Schutz vor psychischen Belastungen.

Auch im Leistungssport können psychische Belastungen und Erkrankungen auftreten, etwa im Zusammenhang mit hohem Druck, Verletzungen, Übergängen oder Nichtnominierungen. Dazu gehören unter anderem Stress und Überlastung, depressive Verstimmungen, Ängste oder Essstörungen (Reardon et al., 2019)¹.

Trainer*innen kommt dabei eine wichtige Rolle zu, nicht in der Diagnose oder Behandlung, sondern im aufmerksamen Wahrnehmen von Veränderungen, im Schaffen eines vertrauensvollen Umfelds und im rechtzeitigen Verweis an qualifizierte Unterstützung wie sportpsychologische oder ärztliche Fachstellen.

Referenzen

¹ Reardon, C. L. et al. (2019). Mental health in elite athletes: International Olympic Committee consensus statement. British Journal of Sports Medicine, 53(11), 667–699.

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