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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.
Phasenziele bieten eine gemeinsame Orientierung dafür, welche Entwicklungsaufgaben und Zielrichtungen in einer Phase typischerweise an Bedeutung gewinnen können. Sie beschreiben keinen einheitlichen Soll-Zustand, den alle Athlet*innen erreichen müssen, und sind keine verbindlichen Voraussetzungen für die Zuordnung zu einer Phase oder für einen Phasenübergang. Ihre Relevanz, Gewichtung und zeitliche Abfolge richten sich nach der individuellen Entwicklung, den sportartspezifischen Anforderungen und dem jeweiligen Kontext. Entwicklungsverläufe können unterschiedlich schnell verlaufen, Phasen überspringen sowie Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen umfassen. Phasenziele können sich deshalb überschneiden und über mehrere Phasen hinweg relevant bleiben.
DELTA+ beschreibt hierfür phasebezogene Bezugspunkte in den Bereichen Wettkampf, sportliche Entwicklung und außersportliche Entwicklung. Den fachlichen Hintergrund bildet die Zielkaskade des Leistungssports: Übergeordnete Ziele, beispielsweise gesellschaftliche Wirkungen (Outcome) und sportliche Resultate (Output), werden mit langfristigen Entwicklungs- und Förderaufgaben im Nachwuchsleistungssport in Beziehung gesetzt.
Die Phasenziele unterstützen die Reflexion und individuelle Einordnung sowie die Abstimmung von Training, Wettkämpfen und Unterstützungsleistungen. Sie geben Bezugspunkte für Planung und Übergangsgestaltung, ohne einen festen Entwicklungsweg vorzugeben oder sportartspezifische Ausbildungskonzeptionen zu ersetzen.
Konzeptioneller Hintergrund zur Zielkaskade im IAT-FAQ „Erfolgreiche Förderung im Nachwuchsleistungssport, was heißt das eigentlich?“.