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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.

Wettkampfziele

  • Regelmäßige Teilnahme an nationalen und ersten internationalen Nachwuchswettkämpfen
  • Zielgerichtete Teilnahme an nationalen Meisterschaften der Altersklasse
  • Je nach Sportart: Erste Teilnahme an nationalen Elite-Wettkämpfen möglich
  • Wettkämpfe gezielt als Entwicklungsinstrument nutzen — der Fokus liegt auf Potenzialentfaltung, nicht auf kurzfristigem Juniorenerfolg¹

 

Sportliche Entwicklungsziele

  • Deutliche Intensivierung des Trainings — steigende Umfänge bei gleichzeitiger Priorisierung von Qualität vor Quantität¹
  • Weiterentwicklung sportartspezifischer Fertigkeiten unter professionellen Trainingsbedingungen (z. B. an Stützpunkten)
  • Integration in leistungsstärkere Trainingsgruppen, auch höherer Altersklassen
  • Gezielte Nutzung optimaler Entwicklungsphasen für physische, kognitive und motorische Fortschritte¹
  • Sicherstellung ausreichender Erholung — Balance zwischen Belastung und Regeneration¹
  • Den Elitebereich als langfristiges Entwicklungsziel im Blick behalten

 

außersportliche Entwicklungsziele

  • Hohe Leistungsmotivation und Durchhaltevermögen entwickeln
  • Konstruktiver Umgang mit Leistungsdruck und zunehmender Konkurrenz
  • Stärkung mentaler Kompetenzen — insbesondere Umgang mit Rückschlägen, Selbstregulation und Fokussierung
  • Eigeninitiative und Eigenverantwortung für die eigene Entwicklung weiter ausbauen
  • Vereinbarkeit von Sport und Schule/Ausbildung aktiv gestalten
  • Aufbau eines stabilen Unterstützungsnetzwerks aus Trainer*innen, Familie und Peers

Handlungsempfehlungen

Für Trainer*innen und Verantwortliche in Vereinen und Verbänden:

  • Biete eine dynamische und individuelle Bewertung der Entwicklung an — berücksichtige dabei biologische Reifung, relatives Alter und psychosoziale Entwicklung. Spät reifende Athlet*innen brauchen eigene Förderangebote.¹
  • Steigere die Trainingsumfänge schrittweise und priorisiere Qualität vor Quantität — zu schnelle Steigerungen erhöhen das Verletzungs- und Drop-out-Risiko.¹
  • Stelle ausreichende Erholung sicher und nutze Instrumente zur Verletzungs- und Überlastungsprävention.¹
  • Setze qualifizierte Trainer*innen ein, die athletenzentriert, datenbasiert und ganzheitlich arbeiten.¹
  • Schaffe ein leistungsorientiertes und zugleich unterstützendes Trainingsumfeld — sowohl im Verein als auch in Talentförderprogrammen.¹
  • Implementiere ein regelmäßiges Monitoring der ganzheitlichen Entwicklung — nicht nur der sportlichen Leistung.¹

Referenzen

(1) Descheemaeker, K., Shibli, S., Weissensteiner, J. R., & De Bosscher, V. (2025). Youth sport and talent development policies: An umbrella review of the foundation and talent phases for future high performance. Journal of Sports Sciences. https://doi.org/10.1080/02640414.2025.2569267

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